Kinderalltag

Jeder Tag im Kindergarten ist anders, kein Tag gleicht dem anderen...

... und doch sind eine bestimmte Struktur und Rituale uns im Kindergarten-Alltag wichtig, denn sie geben den Kindern Halt und Sicherheit und tragen zu ihrem Wohlbefinden bei.

Besonders in der Eingewöhnungsphase im Kindergarten schaffen wir durch immer wiederkehrende Abläufe Struktur und helfen so den Kindern dabei, sich zu orientieren. Zusätzlich fördern Rituale die Eigenständigkeit der Kinder, da sie bekannte Abläufe wiedererkennen und sie sich mit der Zeit immer selbstständiger beteiligen können. Dabei ist es unser Ziel ein ausgeglichenes Angebot an Bewegung, Spielen, Experimentieren, Ruhe und Entspannung zu finden, um damit den Bedürfnissen der Gruppe und des einzelnen Kindes in der Gruppe gerecht zu werden.

Ihnen als Eltern hilft das Wissen um diese Strukturen und Rituale einzuschätzen, was Ihr Kind im Kindergarten tagtäglich erlebt. Sie können dann auch Rücksicht auf Fixpunkte nehmen,  zum Beispiel indem Sie in der Früh rechtzeitig ankommen, um unseren Morgenkreis nicht zu stören.

Ein Tag im Kindergarten Sankt Markus

Ankommen im Kindergarten
Bildrechte: Katharina Bach-Fischer

Ankommen

Unseren Kindergartenalltag starten wir im Freien. Dort bietet unser großer Garten viele Möglichkeiten zu einem optimalen Start in den Tag. Ob in Ruhe ankommen oder Bewegung an der frischen Luft, für jedes Kind findet sich das Passende. Wir empfangen die Kinder im Garten herzlich, sprechen miteinander und geben den Kindern einen Überblick über die aktuelle Situation. So kann sich jedes Kind auf den Tag im Kindergarten einstellen: „Sind meine Freunde schon hier? Ist mein Lieblingsfahrzeug frei?“ In dieser Phase verändern sich auch Spielgruppen laufend, wie zum Beispiel durch neu ankommende Kinder. Die Kinder spielen frei, was, wo und mit wem sie wollen.

Frühstückszeit in der KiTa Sankt Markus
Bildrechte: Katharina Bach-Fischer

Morgenkreis und Frühstück

Nach dem Ankommen aller Kinder im Garten und der Freispielephase gehen wir gemeinsam in unser Gruppenzimmer zum Morgenkreis. Dort besprechen wir den Tag (Wochentag, Monat, Jahr, Jahreszeit, zählen die Kinder,...). Auch aktuelle Themen und Aktionen werden besprochen. Für die Vorbereitung dieses Rituals, das wir durch verschiedene Methoden veranschaulichen, ist täglich ein anderes Kindergartenkind verantwortlich.

Anschließend waschen sich alle Kinder die Hände und wir machen dann gemeinsam Brotzeit. Sobald es wieder möglich ist, gibt es einmal pro Woche bei uns im Kindergarten ein Frühstücksbüfett, bei dem den Kindern Obst, Gemüse, Salate,... angeboten werden.  Dieses wird frisch und gemeinsam mit den Kindern zubereitet. Je nach Saison können wir dazu unser selbstangebautes Gemüse ernten und verarbeiten.

Wichtig ist uns, dass die Kinder das gemeinsame Essen als ein gemeinschaftliches Erlebnis wahrnehmen, denn hierbei lernen die Kinder spielerisch Verantwortung zu übernehmen. Wir bemühen uns dafür die passende Atmosphäre zu schaffen.

Im Garten
Bildrechte: Sonja Wimmer

Freispielzeit  bzw. Angebotszeit

In dieser Zeit können die Kinder freispielen oder an individuellen Angeboten teilnehmen. Wir, das Kindergarten-Team, bieten für Kleingruppen pädagogische Angebote (Workshops) an, beobachten und helfen den Kindern. In dieser, für die Kinder wichtigen Zeit, werden die unterschiedlichen Kompetenzen gefördert. Auch die Bewegung an der frischen Luft kommt bei uns nicht zu kurz. Ebenso wird auch in dieser Zeit unser "Kindergartenacker" bewirtschaftet. Dieser stellt einen erweiterten Lernraum im Freien für uns dar, in dem die Kinder mit allen Sinnen und viel Freude lernen.

Morgenkreis
Bildrechte: Sonja Wimmer

Abschlusskreis und Mittagszeit

Zum Ende der pädagogischen Kernzeit treffen wir uns alle nochmals zu einem Mittags- bzw. Abschlusskreis. Je nach Situation findet ein gemeinsames Angebot statt, wie z.B. Bilderbuchbetrachtung, Singen von Liedern, Kreisspiele, etc., bis wir uns voneinander verabschieden. Ein Teil der Kinder geht nun nach Hause und die übrigen Kinder nehmen gemeinsam ein Mittagessen ein.

Nach dem Mittagessen können die Kinder jederzeit abgeholt werden.

Mittagspause
Bildrechte: gemeinfrei (pixabay.com)

Erholungszeit

Die Erholungszeit von ca. 30 Minuten ist uns wichtig, damit die Kinder neue Kraft schöpfen können. Manche Kinder schlafen, andere lauschen einer Geschichte und wieder andere gehen ihren Gedanken nach. in dieser Ruhezeit können die Kinder das am Vormittag Erlebte und Gelernte speichern und verarbeiten. Unsere Großen wenden sich oftmals in dieser Zeit gerne Tischspielen zu. Uns ist es wichtig, dass in dieser halben Stunde sich die Kinder mit ruhigeren Spielen beschäftigen, damit die ruhenden Kinder nicht gestört werden.

 

 

Freispielzeit
Bildrechte: Sonja Wimmer

Der Nachmittag

Nach dieser Zeit tauchen die Kinder wieder in die Freispielphase ein. Die Kinder entscheiden, was, wo und mit wem sie spielen. Sie erwerben dabei soziale Kompetenzen und üben sich in Selbstbestimmung ein. Am Nachmittag wird das am Vormittag erworbene Wissen vertieft: ob bei einem Spiel, einem Angebot oder auf dem Acker. Spaß und Phantasie sind nur wenige Grenzen gesetzt.